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Anonym: Zeen Artzney

Anonym: Zeen Artzney

Anonym: Zeen Artzney / Dieselbigen gut unnd ge/sundt zubehalten / Auch allerhands gebrechen / mängel unnd weetagen der Zeen on allen schaden und schmerzen / zubenemen und heilen. Alte schäden / löcher unnd beulen in geringem kosten und gründ-lich zuheylen / Mit dem holtz Guaiaco / dz Frantzosen oder Holtz des lebens genant. Den Erbgrindt an alten und jungen zuheilen / und widerumb hare zuziehen. Frankfurt, Egenolffs Erben 1559 (im Kolophon: 1554) 16 x 10,2 cm (Oktav). 39 Bl., mit Holzschnitt-Titelvignette. Pappeinband des 19. Jahrhundert, mit handschriftlichem Rückentitel. Titelblat etwas angestaubt. Teilweise ausradierter kleiner Stempel auf Titel. Durchgehend etwas gebräunt, teils etwas stockfleckig, teils mit schmalem Wasserrand in einer Ecke außerhalb des Textes. Bl. 3 (A III) mit kleiner Fehlstelle ohne Textverlust. Ab. Blatt D III mit einigen alten Marginalien und wenigen alten Unterstreichungen in brauner Tinte.

VD16 ZV 15721.
Sudhoff, Geschichte der Zahnheilkinde, S. 148“ Der Spiegel der Artzney war noch sehr in Schätzung, als ein Arzt in Mittweida daran ging, das erste Schriftchen über Zahnpflege und Zahnbehandlunng zu verabfassen, das bis heute in der Weltlitteratur bekannt ist, eine kleine populäre Monographie in deutscher Sprache, die als Erstling ganz besondere Beachtung verdient, weil sie auch die Popularisierung der Zahnpflege in den Vordergrund schob. Das „Artzney Buchlein, wider allerlei kranckeiten und gebrechen der tzeen“, zum ersten Mal 1530 in Leipzig gedruckt, steht als Meilenstein in der Gesamtentwicklung der Zahnheilkunde. Acht völlig einwandfrei nachgewiesene Drucke in wenigen Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts (1530, 1533, 1536, 1541, 1543, 1559, 1563, 1576), legen für die große Beliebtheit, deren sich das aufklärende Büchlein erfreuen durfte, lautredendes Zeugnis ab“. Es scheinen jedoch, was Sudhoff nicht erwähnt, alle Ausgaben zumindest teilweise im Text voneinander abzuweichen, auch tragen die späteren Ausgabe nicht mehr den Hiweis auf Avicenna etc. im Titel, dafür jedoch den Hinweis auf das „holtz Guaiaco“, welcher früheren Ausgaben fehlt. So hat z. B. die Frankfurter Ausgabe (auch Egenolff) von 1541 den gleichen Titel (in abweichender typographischer Anordnung) und den gleichen Titelholzschnitt, jedoch gibt es verschiedene kleine Abweichungen im Text.
Das Buch entstammt einer seit dem Ende des 19. aufgebauten und sich immer in gleichen Haus befindlichen Bibliothek einer Famile von Beamten, Ärzten, Theologen und Ordensleuten aus einer oberschwäbischen Kleinstadt. Der Großvater des letzten, im Alter von über 90 Jahren verstorbenen Besitzers (Theologe) war dort Oberamstartz und dürfte das Buch in den 20ern/30ern Jahren des 20. Jahrhunderts oder früher erworben haben.
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Unser Preis: EUR 7.900,-- 

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